Eine Schauspielerin und ein Schauspieler sitzen sich gegenüber auf schwarzen Würfelhockern. Im Hintergrund beobachtet sie eine weitere Schauspielerin. Dahinter steh ein großes rotes Herz als Bühnenbild.
Zwei Schauspieler stehen auf einer Bühne und umarmen sich vorsichtig. Im Hintergrund steh ein großes, rot leuchtendes Herz als Bühnenbild.
Zwei Schauspielerinnen sitzen auf einer Bühne. Sie tragen weiße Kleidung. Sie sitzen im Schneidersitz und schauen sich an. Sie spielen ein Klatschspiel mit den Händen. Beide lachen. Im Hintergrund steht ein großes Herz. Das Herz leuchtet rot.
Zwei Schauspieler stehen neben einem großen Herz auf einer Bühne. Im Vordergrund liegt eine weitere Schauspielerin mit dem Gesicht voran am Boden.
Zwei Schauspieler knien auf einer Bühne und schauen auf ihre Hände. Mit den Händen stützen sie sich auf und machen Gesten am Boden.
Zwei Schauspieler stützen von zwei Seiten ein großes Herz und blicken auf eine dritte Schauspielerin. Die dritte Schauspielerin ist gerade aus dem Herz gefallen und macht eine Rolle rückwärts.
Eine Schauspielerin steht mit weit ausgebreiteten Armen und Beinen auf einer Bühne. In ihren Händen hält sie zwei schwarze Gehhilfen. Im Hintergrund steht ein großes, rot erleuchtetes Herz als Bühnenbild.

Eine mögliche Welt

theater

Mitwirkende

  • Regie: Dirk Strobel
  • Schauspiel: Sean Kühnl
  • Gesang: Nadia Toliou
  • Tanz: Sophie Hauenherm
  • Musik: Tom Finster
  • Bühnenbild: Ronja Wunderlich

Über das Fremde in uns

„Ich habe vor bald 10 Jahren das Herz eines anderen erhalten. Man hat es mir eingepflanzt. Mein eigenes Herz ist unbrauchbar geworden. Um leben zu können, musste ich das Herz eines anderen erhalten. Mein Herz wurde nun zu einem Fremden. Fremd wurde es vor allem gerade deshalb, weil es sich innen befand.“

Ausgehend von der Herztransplantation des französischen Philosophen Jean-Luc Nancy fragen wir uns:

Was ist uns fremd, wird fremd, kurz: Wo spüren wir die Differenz zwischen dem Eigenen/unserem Ich und dem Anderen/dem Eindringling/dem uns Herausfordernden und was bedeutet das für uns? Warum ist es wichtig, dass Fremdes uns auch auf gewisse Art und Weise fremd bleibt? Und warum kann diese Auseinandersetzung vielleicht eine Voraussetzung für die Heilung einer beschädigten Welt sein?

Laut Jean-Luc Nancy bilden Körper und Seele eine Einheit wie auch Denken und Berühren. Für ihn ist Tanz die „Geburt des Körpers“ und Denken „die Geburt der Welt“. Insofern erscheint es geradezu notwendig, in einer Beschäftigung mit seinen Texten zu einer körperlichen und stimmlichen Verarbeitung zu kommen, beides nebeneinander zu stellen, sich gegenseitig bewegen und die Worte ergründen zu lassen.

Aufführung

    Theatersaal
    18,00 Euro
    12,00 Euro ermäßigt
    4,00 Euro Teilhabe-Ticket
    Tickets kaufen

    Weitere Informationen

    Nach den Texten „Der Eindringling/Das fremde Herz“ und „Der ausgeschlossene Jude in uns“ von Jean-Luc Nancy. Wir danken dem Merve Verlag Berlin und dem Verlag diaphanes (Zürich) für die Überlassung der Nutzungsrechte.

    Gefördert durch

    Auf der linken Seite steht zwischen blauen und grünen Wellenlinien der Schriftzug: Kulturstiftung des Freistaates Sachsen. in der Mitte ist das Landeswappen Sachsens in Grün abgebildet und darüber steht: Sachsen. Rechts steht in schwarzer Schrift: Gefördert durch die Kulturstiftung des Freistaates Sachsens. Diese Maßnahme wird mitfinanziert durch die Steuermittel auf der Grundlage des vom Sächsischen Landtag beschlossenen Haushalts.Förderlogo der Landeshauptstadt Dresden, Text: Gefördert durch die Landeshauptstadt Dresden