Drei Menschen tragen Anzug und Fliege. Sie schauen sich an. Zwei tragen eine Brille. Die andere Person raucht Pfeife
Buchcover von Propaganda - Die Kunst der Public Relations von Edward Bernays
Drei Personen in Anzug stehen neben einer Leinwand. Auf der Leinwand ist ein Bild von Eris, der Göttin des Zweifels
Das Cover von Propaganda - The public mind in the making von Edward L. Bernays

Here comes the Master of Sensation!

theater

ERISISCHE KONTROLLGRUPPE

  • Leitung: Gerhard Vondruska
  • Schauspiel: Jean Theo Jost, Kathrin Hera, Gerhard Vondruska
  • Videowand-Technik: Astrid Heiland

Edward Bernays:
Eine kritische Unterredung über die Folgen seiner Wirkweise

Edward Bernays wurde in einer Sonderausgabe des Life Magazine von 1990 zu einer der einflussreichsten Persönlichkeiten des 20. Jahrhunderts erklärt.

Doch wer war dieser Edward Bernays? Vor gut 100 Jahren begann er, das charmant als „Verbraucherinformation“ bezeichnete Gewerbe grundlegend zu revolutionieren – mithilfe von Methoden, die der Massenpsychologie zuzurechnen sind. Kein Wunder, war er doch der Neffe von Sigmund Freud.

Sein enormer Erfolg führte ihn rasch in die Zirkel der Macht. Bald ging es nicht mehr allein um Produktmarketing, sondern um die „gezielte Ausrichtung der öffentlichen Meinung“. Das Wie beschrieb Bernays unter anderem in seinem zweiten Buch Propaganda. Auch Joseph Goebbels besaß ein Exemplar.

Die Wirkweise jener ursprünglich verhaltenspsychologisch begründeten Methoden reicht bis in unsere Gegenwart. Was Bernays gemeinsam mit anderen Wegbereitern der PR vor einem Jahrhundert in Gang setzte, wird in dieser szenischen Unterredung sichtbar.

Ein Milliarden schwerer Markt aus PR-, Marketing- und Beratungsfirmen bedient sich bis heute seiner Erkenntnisse. Damit stellt sich unweigerlich die Frage nach Ethos und Moral – und nach dem Menschenbild, das diesem Gewerbe zugrunde liegt.

Die szenische Lesung begibt sich auf Spurensuche nach den Ursprüngen einer kritisch zu betrachtenden Geisteshaltung – von Platon und Sokrates über Karl Popper bis zu Erich Fromm. Mit Erkenntnissen der KI-Expertin Yvonne Hofstetter führt diese Spur bis in unsere digitale Gegenwart.

Die letzte Botschaft des Abends kommt von der Göttin des Zweifels selbst: ein Aufruf der ERIS aus der Principia Discordia.

Vielleicht bringt diese szenische Unterredung auch Ihr Bild von eigener Meinung, autonomem und souveränem Handeln sowie freiem Entscheiden ins Wanken.

Aufführung

    Theatersaal
    18,00 Euro
    12,00 Euro ermäßigt
    4,00 Euro Teilhabe-Ticket
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